Kraam / Kreis Fischhausen
mit Clycken, Plautwehnen, Plinken, Pokalkstein
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Die Gemeinde
Kraam Wenn man von Rauschen aus dem
Katzebach landeinwärts folgt, kommt man nach etwa 5 km zu dem
Dorf Kraam. Es ist die bedeutendste Ortschaft in diesem Gebiet.
Zur Gemeinde Kraam gehören die Orte und Güter Klycken,
Plautwehnen, Plinken und Pokalstein. Nach der Erhebung vom 1.3.1939
hatte die Gemeinde eine Fläche von Rund 1539 ha und 550 Einwohner. Die Orte der Gemeinde Zu Kraam wurden bereits 1407 dem Sagawde (Sager) 3 1/2 Haken Land im Felde Wissebytten verliehen. 1413 erhielten Andreas Crone, 1459 Hans Jan und 1468 Schlode dort ebenfalls je 3 1/2 Haken Land verschrieben. Hier ist nun zu vermuten, daß Andreas Crone der Namensgeber für die Ansiedlung wurde. Die Schreibweise wechselte im Laufe der Jahrhunderte über Crome bis Craam und 1936 zu Kraam. In sehr früher Zeit muß auch bereits der Krug entstanden sein, denn bereits 1480 wird einem Simon die Handfeste über den Krug erneuert und er erhält dazu 2 Haken Länderei in Plawten (Plauwehnen). Die Besitzer waren samländische Freie, sie hatten für den Orden Kriegsdienst zu leisten und konnten ihren Besitz vererben. |
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1785 war Kraam ein Kölmisches Dorf mit 12
Feuerstellen. Durch die Familiengeschichte von Frau Eva Koeve, geb.
Morr, deren Vorfahren fast 200 Jahre in Kraam ansäßig
waren, ist die Folge der Besitzer nahezu lückenlos bekannt. Pokalstein ist der älteste Ort in der Gemeinde. er wird bereits 1305 als Pelekalxsten genannt. 1785 war Pokalstein ein Kölmisches Dorf mit 7 Feuerstellen. Es gab ursprünglich 3 Freigüter, die um 1900 zusammengefaßt wurden und der Familie Legien gehöärten. Um 1930 gab es dort die Güter von Heinicke und Janczyk. Heinicke betrieb neben der Landwirtschaft im Pokalsteiner Moor ein Torffabrikation. Diese Moor besaß eine für Botaniker interessante Flora. 1937 hatte der Ort 162 Einwohner. Plautwehnen wurde 1331 erstmals als Plawtowin erwähnt. Auch dieser Ortsname hat in den Jahrhunderten zahlreiche Veränderungen erfahren: Blautyn, Plautwein, Blautehnen, um nur einige zu nennen. 1785 wird es als Kölmisches Dorf mit 6 Feuerstellen genannt. Bereits um 1900 gehörte es als Gut der Familie Heister. 1937 gab es dort 56 Einwohner. Plinken wird erstmals 1495 als Poplinken erwähnt. 1785 nennt Goldbeck ein Kölmisches Gut mit 4 Feuerstellen. Im 19.Jahrhundert gehörte Plinken längere Zeit dem Baron von Printz. Er war zuvor Bildhauer und hat besonders Tierskulpturen geschaffen. Eine Löwentötergruppe stand in seinem Park. Um 1900 gehörte Plinken der Familie Uecker, die auch noch 1930 genannt wird. Neben dem Gut wurde eine Ziegelei betrieben. 1937 hatte Plinken 69 Einwohner. Klycken ist erst relativ spät entstanden.
Der Ort wird 1491 erstmals als Clicken erwähnt und 1785 wird
er als Kölmisches Gut mit 2 Feuerstellen angegeben. Um 1813
gehörte es einem Richau, der als Abgeordnerter an der Sitzung
der Stände in den Freiheitskriegen teilnahm. Die weitere Entwicklung seit 1945 |
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